Die Rapp Kunststofftechnik ist auf die Entwicklung und Produktion von Kunststoffteilen und -baugruppen spezialisiert.
Den Produkten das perfekte Finish zu verleihen und nachhaltigen Schutz mit attraktiver Optik zu verbinden, ist die Aufgabe der Rapp Oberflächenbearbeitung.
Die Endprodukte sind komplette Industrie-Computer und Maschinensteuerungen ebenso wie Instrumente der Mess- und Regeltechnik oder medizinische Analysegeräte, um nur Beispiele zu nennen. Komplettanbieter „In den vergangenen 20 Jahren hat sich Polyrack vom reinen
Fertigungsdienstleister zum Komplettanbieter entwickelt“, erläutert Horst Rapp, Unternehmensgründer und geschäftsführender Gesellschafter.
1979 hatte sich Rapp, der Maschinenbau und Betriebswirtschaft studiert hat und damals als Vorstandsassistent in einem großen
Schmuckunternehmen arbeitete, selbstständig gemacht. „Ich habe eine größere Zukunft in der Elektronik gesehen“ – eine Einschätzung,
die sich nicht eindrücklicher hätte bestätigen können.
Was in Conweiler mit einem Mann begann, ist heute ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern und zahlreichen noch zu besetzenden Stellen.
Der Einrichtung eigener Vertriebsgesellschaften im europäischen Ausland folgte im vergangenen Jahr die Gründung des nordamerikanischen Hauptbüros in Providence, Rhode Island.
Dennoch ist Polyrack ein Familienunternehmen geblieben. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, formuliert Rapp sein Credo.
„Unsere Mitarbeiter sind der Kern unseres Erfolges, von ihren Fähigkeiten und ihrer Mentalität hängt alles ab.“ Großes Engagement zeigt Polyrack
auch im Bereich Ausbildung. 15 Lehrlinge sollen das Betriebsteam später dauerhaft verstärken. Breites Leistungsspektrum
Als Hauptsponsor unterstützt Polyrack die Kunstturnvereinigung Straubenhardt.
Rapp war früher selbst als Kunstturner aktiv und schätzt sportliche Tugenden auch im Unternehmen. „Ich mag Menschen
mit Sportsgeist, weil sie Leistungswillen und Teamfähigkeit mitbringen.“
„Mittlerweile reicht unser Leistungsportfolio von Engineering und Design bis zum Endprodukt.
Im Neubau wird diese enorme Fertigungstiefe für jeden nachvollziehbar“, macht Horst Rapp deutlich. Mit dem Projekt werden
Produktion und Logistik zentralisiert. Bisher waren diese auf vier regionale Standorte verteilt. „Damit optimieren wir unsere
Logistik und senken unsere Kosten. Die einzelnen Unternehmensbereiche unter dem Dach der Polyrack Tech-Group rücken
enger zusammen und werden so auch für unsere Kunden erlebbarer“, führt Rapp weiter aus, für den „Kundenorientierung“
kein Schlagwort, sondern wesentlicher Bestandteil gelebter Unternehmensphilosophie ist. „Unsere Kunden profitieren
davon, dass sie für Konstruktion, Produktion, Assemblierung und Beschichtung nicht verschiedene Partner in Anspruch nehmen müssen. Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Kernkompetenzen aus dem Werkzeug- und Formenbau sowie der Kunststoff-, Druck- oder Systemtechnik bekommen sie bei uns auf alle Fragen fundierte Antworten.“ Das neue Firmengebäude hat Polyrack in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Willy
Burk in Calw entworfen. „Die Burk-Architekten haben eine hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Rapp. „Große Unterstützung haben wir auch durch
die Hochschule Pforzheim erfahren. Zwei Studiengänge haben Logistik und Ablaufplanung untersucht und Vorschläge erarbeitet. Deren Ergebnisse waren eine wesentliche Grundlage für die Planung des Baukörpers.“
Dieser umfasst nun einen Bruttorauminhalt von 66 000 Kubikmetern, 8700 Quadratmeter betrieblicher Nutzfläche wurden neu geschaffen. Aus den vielen bemerkenswerten technischen Einrichtungen des Gebäudes ragt das dynamische, sich selbst organisierende Hochregallager
buchstäblich heraus.
Hilfe von der Gemeinde „Der Straubenhardter Gemeinderat und Bürgermeister Willi Rutschmann waren bei der Weichenstellung für den Neubau
von Anfang an eine große Hilfe“, betont Horst Rapp. „Besonders deutlich wird dies bei der Höhe des Neubaus: Die bisherigen Vorschriften sahen eine
maximale Gebäudehöhe von 15 Metern vor. Das neue Hochregallager durfte aber 22 Meter hoch werden und ist jetzt das Zentrum unserer Produktion.“
Und die soll bei Polyrack auch in Zukunft kräftig wachsen. Auf dem neuen Betriebsgrundstück ist jedenfalls noch Platz für einen zweiten und dritten Bauabschnitt.